16. April 2026

Blick vom Rochusberg über den Rhein auf das Niederwalddenkmal und die Weinberge

Heute war ich mit einem Firmenteam im Wald unterwegs. Die 16 Leute einer großen Bank waren für einen Workshop im Papa Rhein Hotel und wollten ihren letzten Workshoptag vor der Abreise gerne mit einem entspannten Spaziergang im Wald beginnen.

Dazu haben wir uns um 9 Uhr am Trimm-Dich-Platz auf dem Rochusberg getroffen. Fitnessübungen haben wir allerdings weggelassen und stattdessen erstmal den Ausblick auf den Rhein und die Germania genossen.

Nach ein paar Worten zur Germania und der Region, die stark durch den Rhein und den Weinbau geprägt ist, starteten wir mit unserem Rundgang über den Rochusberg.

Nach einem Wegstück, das aufgrund der Abschüssigkeit und der Steine etwas Aufmerksamkeit erforderte, habe ich die Gruppe dazu eingeladen, auch weiterhin mit offenen Augen und Ohren durch den Wald zu gehen und diesen auf sich wirken zu lassen.

Waldweg auf dem Rochusberg im frischen Frühlingsgrün

Bei einem kurzen Stopp haben wir dann die Eindrücke zusammengetragen. Dabei wurde bemerkt, dass es viele Parallelen zwischen dem Wald, der stetigem Wandel unterliegt, und Veränderungen im Unternehmen gibt: Wenn etwas vergeht, entsteht Platz für neues Leben oder neue Ideen. Vielfalt sorgt für Stabilität und Resilienz.

Auch das Thema Nachhaltigkeit haben wir kurz angesprochen, das ursprünglich aus dem Bereich der Forstwirtschaft stammt und 1713 von Hans Carl von Carlowitz im Zusammenhang mit einer “nachhaltenden Nutzung” der Waldbestände formuliert wurde.

Die Gruppe war stets sehr interessiert und aufmerksam und hatte einige Fragen. So haben wir während unserer Runde geklärt, dass es in Deutschland fast ausschließlich Nutzwälder gibt, die zu beinahe 50 Prozent in Privatbesitz sind. Wir haben das alte Bewirtschaftungssystem des Niederwaldes kennengelernt, darüber gesprochen, warum die Brombeere so stark verbreitet ist und welchen Einfluss die vergangenen Trockenjahre auf den Wald hatten.

Knoblauchsrauke mit weißen Blüten am Wegesrand

Es gab aber auch immer wieder Momente zum Innehalten und Genießen. Wir entdeckten zusammen die Knoblauchsrauke, die beim Zerreiben der Blätter knoblauchartig riecht und einen pfeffrig-knoblauchartigen Geschmack hat. Sie ist durch andere Gewürze hierzulande etwas in Vergessenheit geraten, eignet sich aber wunderbar als Zutat in Salatsoßen, Quark- oder Frischkäsemischungen, im Pesto, in Salaten oder als Beigabe auf einem Sandwich.

Am Rondell, das einen wunderbaren Ausblick auf die Umgebung bietet, hatten wir die Hälfte der Strecke erreicht und nutzten die Gelegenheit für ein schönes Gruppenfoto. Am Kaiser-Friedrich-Turm und dem Waldkindergarten vorbei ging es zurück zum Trimm-Dich-Platz.

Gänseblümchen-Wiesenlimonade mit Zitronenscheiben und Himbeeren

Hier hatte ich für die Gruppe als Überraschung eine kleine Erfrischung vorbereitet. Da die Gänseblümchen-Wiesenlimonade am Wochenende bei den Waldkindern so gut angekommen war, habe ich sie auch für die Firmengruppe vorbereitet. Die Limonade ist, gut gekühlt, sehr erfrischend und mit den Gänseblümchen, den Zitronenscheiben und den in Eiswürfeln eingefrorenen Himbeeren auch optisch ein echtes Highlight.

Der Waldspaziergang mit dem Bankenteam hat mir großen Spaß gemacht und ich habe viele sympathische Menschen kennengelernt.


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